<< Zurück zur Startseite
   ELP —  Leben & Werk
   • ELP-Biografie
   • ELP-Diskografie
   • ELP-Presseberichte
   • ELP-Tourhistorie
   • ELP-Galerie
   • ELP-Links
   • ELP & Progrock-News
  ELP —  Soloaktivitäten
   • Emerson-Solo
   • Lake-Solo
   • Palmer-Solo
  ELP —  Davor & Danach
   • Nice
   • King Crimson
   • Arthur Brown
   • Atomic Rooster
   • PM
   • Asia
   • Emerson, Lake & Powell
   • 3
   • Qango
   • Carl Palmer Band
  ELP —  Interaktiv
   • ELP-Gästebuch
   • ELP-Fanberichte
   • ELP-Forum
   • ELP-Umfragen
   • ELP-Newsletter
   • ELP-Kontakt
  ELP — Spezial
   • ELP-Statistiken
   • ELP im SOUNDS
   • ELP in den Charts
   • ELP in Japan
   • ELP-Related-Bands
   • ELP-Equipment
   • ELP-Update-Archiv
   • ELP-HISTORY-SHOP
   
  HOME
   
 

EMERSON, LAKE & PALMER  —  Carl Palmers PM

PM -Story
EMERSON. LAKE & PALMER — Carl Palmer´s PM (1980)
Besetzung: Allgemeine Fakten:
Barry Finnerty: Gitarre, Gesang  
Eric Scott: Bass Gegründet: 1979
Todd Cochran: Keyboards, Gesang Aufgelöst: 1980
John Nitzinger: Gitarre, Gesang  
Carl Palmer: Drums  

Geschniegelt, gebügelt und ...gescheitert

PM war das erste Projekt von Palmer nach dem Split von Emerson, Lake & Palmer im Jahre 1979. Im Sog populärer Mainstream-Bands wie Foreigner, REO Speedwagon oder The Cars rechnete sich Palmer wohl ebenfalls Chancen auf Erfolg aus.

Für seine Vision einer kommerziellen Rockband scharte er amerikanische Rockmusiker um sich, die vom Potential durchaus geeignet schienen. Sänger und Gitarrist Barry Finnerty, Bassist Eric Scott, Keyboarder Todd Cochran und Gitarrist John Nitzinger hatten zuvor bei Bands und Interpreten wie Blood, Sweat & Tears, Brecker Brothers, Tonio K., Alice Cooper, Peter Gabriel und Automatic Man mitgewirkt, ohne allerdings sonderlich in Erscheinung zu treten.

Das im März 1980 erschiene Album 1:PM bot solides Songwriting, allerdings ohne einen Funken Originalität. "Natürlich spielen wir kommerziell, aber wir betreiben kein Selling-Out", behauptete Palmer in einer offiziellen Presseerklärung.

Solche Äußerungen waren zumindest in Deutschland hoffnungslos, denn hier waren Emerson, Lake & Palmer bei Journalisten und Musikfans mittlerweile so angesagt wie eine Tube Frisiercreme. Fein frisiert waren auch die Herrschaften von PM und das zudem ziemlich discomäßig. Auch Carl Palmer machte da mit Anzug und Krawatte keine Außnahme. Die Hippiezeiten mit länger Mähne waren bei dem Drummer allerdings schon längst passé.

Die Zeitschrifft MUSIK-EXPRESS machte in einem Kurzbericht lediglich Witze über den Albumtitel: "Wenn man mit den Titeln so weiter verfährt, bringt´s der Gruppenname bis 1992, dann muß sich die Band allerdings in AM umbenennen."

Später tauchte die Platte noch in den "Gruselarchiven" diverser Musikjournalisten auf. Der SOUNDS verriss das Werk gnadenlos und bemerkte höhnisch, dass "Carl der Große" ja tatsächlich den 4/4-Takt halten könne. Palmer selbst beschränkte sich nur aufs Trommeln und steuerte zu der Platte keinen einzigen Song bei.

Obwohl das in München aufgenommene Album mit "Dynamite" zumindest eine potentielle Hit-Single enthielt, verkaufte sich die Platte so schlecht, daß sie außerhalb von Europa gar nicht erst veröffentlicht wurde. Auch die schon angekündigte Tournee durch kleine und mittlere Hallen in Deutschland fiel lautlos ins Wasser. Im August 1980 verschwand PM sang- und klanglos in der Versenkung. Erst zwei Jahre später sorgte
Carl Palmer
dann mit der so genannten "Supergruppe" Asia wieder weltweit für Furore.

Keyboarder Todd Cochran arbeitet nach PM als Komponist, Musiker und Arrangeur für Studios, Film (u.a. "The Best Man" von Regisseur Spike Lee) und Fernsehen. Bassist Erik "Eski" Scott spielte danach wieder für Alice Cooper sowie auf Studioplatten von Ted Nugent und Triumph. Aktuell ist er Mitglied der "Rock'n'Soul" -Band Sonia Dada seines Bruders Michael Scott.

John Nitzinger, der 1972 mit seiner Band Nitzinger wie ELP auch auf dem "Mar-Y-Sol-Pop"-Festival spielte, veröffentlichte danach wieder Soloplatten und wirkte auf Alice Coopers "Zipper Catches Skin" mit. Gitarrist und Sänger Barry Finnerty tauchte später u. a. bei Jazzern wie Billy Cobham, Miles Davis und den Crusaders auf. Auf seiner Website www.barryfinnerty.com äußert er sich über seine Zeit bei PM ziemlich vernichtend:

"Es gab einige begabte Leute in der Band wie Todd Cochran und John Nitzinger, aber es war die falsche Kombination. Abgesehen davon, dass Carl Palmer einen "Groove" als irgendeine Art ethnischen afrikanischen Unsinn ansah. Palmer war wirklich die Antithese von funkiness. Um einen lange Geschichte kurz zu machen, vergeudete ich ein Jahr bei 250 Dollar die Woche in einem schlecht beratenen Versuch, meinen quadratischen Stöpsel in die runde Bohrung dieser Band zu bilden. Wir machten ein Album. Wenn es jemand mal hören sollte… mein Beileid!"

© Bernd F. Hoffmann

Quellen:
Edward Macan: Endless Enigma: A Musial Biography Of Emerson, Lake & Palmer
George Forrester, Martyn Hanson, Frank Askew: The Show That Never Ends: A Musical Biograph

TOP

 
ELP-Classics
 
Emerson, Lake & Palmer
 
Tarkus
 
Pictures At An Exhibition
Trilogy
 
Barin Salad Surgery
 
Welcome Back My Friends
 
Works Volume 1