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EMERSON, LAKE & PALMER  — Arthur Brown

Crazy World Of Arthur Brown
 
EMERSON. LAKE & PALMER — Arthur Brown
Besetzung Crazy World Of Arthur Brown*: Allgemeine Fakten:
Arthur Brown: Gesang  
Vincent Crane. Keyboards Gegründet: 1966
Carl Palmer: Drums Aufgelöst: 1970
*Phasen mit Carl Palmer  

Carl Palmer in der verrückten Welt des Herrn Braun

Grelle Schockeffekte und ein schrilles Organ waren die Markenzeichen, die Arthur Brown (geb. am 24. Juni 1942 in Whitby) kurzzeitig populär machten. Brown arbeitete zunächst als Philosophielehrer, verlor seinen Job aber wegen seines anarchistischen Outfits. 1966 gründete er dann zusammen mit Nick Greenwood (Bass) und Vincent Crane (Keyboards) die Crazy World Of Arthur Brown. Die verrückte Welt des Herrn Brown betraf in erster Linie die Bühnenshow, bei der er sich dem Publikum wild geschminkt und mit brennender Krone als "God Of Hellfire" präsentierte.

Ab 1967 sorgte er mit diesem Mummenschanz im Londoner UFO-Club für erstes Aufsehen, im August 1968 schaffte er mit "Fire" in Großbritannien dann einen Nummer-1-Hit, in den USA kam er damit immerhin auf Platz 2. Das Debütalbum schaffte in Großbritannien Platz 2, in den USA Platz 7. Auf dem Album spielte neben Crane, Bassist Sean Nicholas und Schlagzeuger Drachen Theacker noch Sessiondrummer John Marshall (Soft Machine) mit.

Im Juli 1968 stieg Carl Palmer, vorher bei Chris Farlowe & The Thunderbirds, ein. Palmer hat für Arthur Brown im Studio nur auf "What´s Happening" gespielt, der B-Seite der Single "Nightmare", die als "Fire"-Nachfolger aber die Charts verfehlte. Ein weiterer Studiotrack mit dem Titel "Sorcerer" wurde nie veröffentlicht. Palmer absolvierte dann mit Arthur Brown mehrere TV-Auftritte, darunter u. a. bei der legendären deutschen Popsendung "Beat-Club", wo er jedoch unter seiner Maske nicht zu erkennen ist. Mit der Crazy World tourte Palmer dann das erste Mal in seiner Laufbahn auch durch die USA.

Dennoch fühlte sich der ehrgeizige Drummer innerhalb der Band benachteiligt. Brown zog alle Aufmerksamkeit des Publikums auf sich, Palmer und Crane wurden hingegen überhaupt nicht beachtet. Zudem musste die Band bei den vielen Gigs immer wieder das gleiche Repertoire spielen. "In zwölf Monaten haben wir keine einzige neue Nummer einstudiert", maulten Palmer und Crane im Sommer 1969. Beide verließen deshalb am Freitag, den 13. Juni 1969 die Crazy World, um kurz darauf

Atomic Rooster

zu gründen.

Nicht lange danach fiel auch die Crazy World Of Arthur Brown auseinander. Brown gründete 1971 die Band Kingdome Come, ohne an alte Erfolge anknüpfen zu können. 1975 wirkte er in einer kleinen Rolle beim Who-Film "Tommy" mit. Ende der Siebziger Jahre arbeitete er mit dem deutschen Elektroniker Klaus Schule zusammen, auf dessen IC-Label er zusammen mit Vincent Crane 1980 das Album "Faster Than The Speed Of Night" veröffentlichte.

Nachdem der einst "wilde Mann aus der Undergound-Szene" (SOUNDS) Mitte der Achtziger Jahre mit Jimmy Carl Black von den Mothers Of Invention ein florierendes Maler- und Dekorations-Unternehmen führte, ist er heute wieder als "Gott des Höllenfeuers" unterwegs. Im September 2006 tourte er mit den Oldie-Rockern Pretty Things ("Don´t Bring Me Down") durch Deutschland, Holland und die skandinavischen Länder.

©Bernd Franco Hoffmann, 2007


Quellen:

Edward Macan: Endless Enigma: A Musial Biography Of Emerson, Lake & Palmer
George Forrester, Martyn Hanson, Frank Askew: The Show That Never Ends: A Musical BiographyGraf/Rausch: Rockmusiklexikon
Martin C. Strong: The Great Rock-Discography
Graves, Schmidt-Joos, Halbscheffel: Das neue Rockmusiklexikon
Offizielle deutsche Arthur Brown Homepage

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